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Bericht Volontariat Franziska Hrusa
Bericht Volontariat Johanna Schepp
Bericht Volontariat Marett Klahn
Volontariat von August 2008 bis August 2009
Mein Jahr bei DEWI!
Am 23. August 2008 um 3:20h (Ortszeit) landete ich in Chennai; um aus dem Flughafen rauszukommen brauchte ich dann noch einmal zwei Stunden, wegen des langwierigen Visachecks und weil mein Koffer als einer der letzten kam. So bekam ich, noch bevor ich das Land eigentlich betreten hatte eine erste Lektion in „indischer Mentalität“: Gelassenheit und Hinnehmen dessen, was kommt.
Dann war ich endlich in Indien; ein ganzes Jahr in einem mir völlig fremden Land lag vor mir und vom ersten Moment an habe ich so unglaublich viel erlebt und gesehen und durfte die indische Kultur im ländlichen Tamil Nadu mitsamt ihren Schwierigkeiten, Problemen, Feierlichkeiten und Schätzen intensivst Erleben.
Meine schönste und wichtigste Erfahrung in Indien war mein Leben mit den Kindern im Kinderdorf von Dewi Saraswathi India (DSI) und im Ureinwohnerdorf Kollamedu.
Die Kinder umgaben mich ständig, wollten tanzen, singen, spielen, malen oder auch Hilfe beim Lernen. Sie haben mir den Einstieg und das Leben in einem so fernen Land sehr leicht gemacht und auch wenn der Alltag manchmal anstrengend oder auch frustrierend war: Ich wusste, dass ich bei den Kindern immer willkommen bin und sie schafften es immer mich aufzuheitern.
In diesem wundervollen Jahr drehte sich alles immer um die Kinder, ihren Unterricht, ihr Freizeit- und Ferienprogramm, ihre Mahlzeiten, ihre Schlafenszeiten, ihre Streits und Späße, doch allein durch die vielen kleinen Lernerfolge, ihre Anwesenheit und stille Dankbarkeit wusste ich, dass sich all meine Anstrengungen mehr als gelohnt haben.
Jetzt wo ich wieder in Deutschland bin vermisse ich die Kinder am meisten, doch durch meine Arbeit im Verein kann ich ihnen weiterhin etwas geben und ihnen damit ein Stückchen näher sein.
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Volontariat von Januar bis März 2009, Kilawedu
Eigentlich bin ich schon öfter geflogen, auch weiter weg, aber bisher nur einmal allein. Diesmal war es genau so komisch wie beim ersten Mal, ich kannte keine Mitreisenden, das Land und die Sprache waren mir fremd und ich wusste nicht so recht, was ich fühlen sollte. Man freut sich und versucht nicht daran zu denken, was wäre wenn doch nicht alles so toll ist.
Zum perfekten Einstieg hatte mein Flug dann noch Verspätung, so dass ich den Anschlussflug verpasst habe, und in Südindien jemand mitten in der Nacht vergeblich auf mich wartete. Doch auch als ich am nächsten Morgen endlich in Chennai ankam empfing man mich freundlich und brachte mich trotz zahlreicher Schlaglöcher wohlbehalten ins Kinderdorf. Auch dort wurde ich sehr offen und freundlich begrüßt, von Franzi und Marett, zwei deutschen Volontärinnen, die der laute Jeep um halb 5 Uhr morgens geweckt hatte. Der Fahrer wurde nach Hause entlassen und Franzi und Marett versuchten mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Die Beiden waren aber nicht die einzigen, die mir das Einleben leicht gemacht haben. Von Anfang an wurde ich von allen herzlich begrüßt und vor allem von den vielen Kindern neugierig beäugt, bekuschelt und ausgefragt. Direkt am ersten Tag habe ich die wichtigsten Vokabeln von den indischen Mädels gelernt: Nasenstecker – Múkoti, Ohrring – Cámbal, Haare, Augen, Nase, Arm, Bein… Scheu war im Kinderdorf niemand. Ruby, die Heimleiterin zwickte mich zur Begrüßung erst einmal liebevoll in meine Wangen, was mich aber bei ihrem Anblick nicht wirklich überraschte.
Franzi und Marett zeigten mir das gesamte Kinderdorf und ließen mich an ihrem Wissen teilhaben. Schnell war klar, was ich in den zwei Monaten meines Aufenthalts als Aufgabe hatte. Ich sollte mich um den Computerunterricht in der Grundschule und im Heim kümmern. Eine sehr schöne Aufgabe, da die Kinder nichts so sehr interessierte, wie Computer. Viele der Kinder hatten einen PC noch nie angefasst, geschweige denn bedient und waren fasziniert von der Technik und den damit verbundenen Möglichkeiten. Allerdings ist das indische Schulsystem völlig anders als das Deutsche und ich musste mich in meinen Erwartungen an die Kinder völlig umstellen.
Insgesamt habe ich in durch die Arbeit mit den Kindern, den Erlebnissen mit den Menschen, Ausflügen in die Umgebung und Gesprächen mit Ruby in den zwei Monaten ein gutes Gefühl für Süd-Indien bekommen. DEWI SARASWATI bot mir die Chance, hinter die Kulissen zu blicken und festzustellen, dass viele Menschen ähnliche Probleme und Sorgen haben wie Familien in Deutschland, wenn auch natürlich in einem anderen Rahmen. Grade das Miteinander, die Freizeitgestaltung, das Lernen oder gemeinsame Abendessen mit den Kindern, haben mir viel Freude bereitet. Meine Sorgen vom Anfang waren völlig unbegründet, denn ich habe mich keine einzige Minute unwohl gefühlt. Die Zeit, die eh viel zu kurz war, verging wie im Flug und mein Aufenthalt war schneller zu Ende, als mir lieb war. Ich denke auch jetzt, über ein Jahr später, noch sehr oft an die Kinder und die Leute vor Ort, besonders an ihre Eigenheiten und Probleme, ihr Lachen und ihre wunderbare Offenheit anderen Menschen gegenüber.
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Volontariat von August 2008 bis Mai 2009 als Volontärin im Kinderdorf
Ich heiße Marett Klahn und komme aus Hamburg. Mittlerweile wohne ich in Berlin und studiere Regionalwissenschaften Asien-Afrika und Geschichte. Ich war für 7 Monate im DEWI-SARASWATHI-Kinderdorf als eine der ersten weltwärts-Volontärinnen tätig. Heute helfe ich DEWI SARASWATHI in der Öffentlichkeits- und Medienarbeit sowie in der Betreuung der VolontärInnen.
Neben meiner Tätigkeit als Englischlehrerin im Kinder- und Ureinwohnerdorf, war ich Betreuerin, Schwester und Ansprechpartnerin für die 180 Dewi-Kids. Ich habe außerdem meinen wunderschönen 20. Geburtstag dort gefeiert.
Nach dem Abitur am Hamburger Christianeum bin ich durch glückliche Zufälle an DEWI SARASWATHI geraten und während meines Volontariats dort hat sich mein erster Eindruck von dem Verein und dem Projekt bestätigt: Es ist ein wirklich außergewöhnliches Projekt und meine Erfahrungen in der Zeit, die ich dort verbracht habe, waren sehr bewegend und eindrucksvoll. Das Projekt bietet VolontärInnen die Möglichkeit, wirklich unmittelbare Eindrücke zu sammeln und sehr viel selbst zu gestalten. Mir hat die intensive und persönliche Einbindung sehr gut gefallen.
Natürlich blieben mir bei dem Landleben im Kinderdorf auch die “Kulturschocks” und Konfrontationen mit sehr traditionellen und teilweise -für unser westeuropäisches Verständnis- rückständigen Lebensformen nicht erspart, aber auch das ist bei so einer Arbeit sehr wichtig. Viel größer war jedoch die Faszination und Ergriffenheit von meiner Arbeit, dem Ort und vor allem den Kindern. Jegliches Gefühl des Zweifels oder der Unsicherheit wurde durch die sie, ihre Lebensfreude und Vitalität verdrängt. Ich bin –den Kindern und DEWI SARASWATHI- sehr dankbar, diese unvergesslichen Erfahrungen gemacht haben zu dürfen.
BITTE HELFEN SIE UNS ZU HELFEN ! Durch ausschließlich ehrenamtliche Tätigkeit des deutschen Teams und sehr geringe Verwaltungskosten erreichen Ihre Spenden auch wirklich die Kinder.
Dewi Saraswati e.V.
Sparkasse Hamburg Kto: 1280144997 BLZ: 200 505 50
Dewi Saraswati e. V.